Sportheimbau beim TSV eine unendliche Geschichte?

So könnte man fast meinen, dauerte es doch von der Vereinsgründung im Jahre 1970 fast 26 Jahre bis ein eigenes Domizil fertiggestellt werden konnte.
Pünktlich zur Aufnahme des Spielbetriebes in der Saison 1971/72 konnten im Gasthaus Hirsch, das damals von den Wirtsleuten Dora und Herrmann Ruf betrieben wurde, provisorisch Umkleidekabinen sowie ein kleiner Duschraum in Betrieb genommen werden. Der Standort "Gasthaus Hirsch" erwies sich damals in zweifacher Hinsicht als optimal: Zum einen war der damalige Sportplatz (an der südlichen Ortsausfahrt Richtung Neuburg gelegen) in unmittelbarer Nähe zum Vereinslokal, zum anderen unterstützte das Wirtsehepaar unseren jungen Verein in vielfältiger Weise.

Erst als das zweite Spielfeld (heutiger Trainingsplatz) Mitte der 70er Jahre in Betrieb genommen wurde, bereitete die weite Entfernung zum Vereinslokal doch einige Probleme. Gerade in der kalten Jahreszeit erwies sich das Fehlen von nahe gelegenen Umkleidekabinen als Nachteil für einen geordneten Spiel- und Trainingsbetrieb. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde unter der Regie des damaligen 1. Vorstandes Alois Baumeister nach einer vernünftigen Lösung gesucht. Fieberhaft wurde nach einem geeigneten Standort Ausschau gehalten, während gleichzeitig an die Einwohner von Langenhaslach ein Spendenaufruf erging. Das Spendenaufkommen konnte sich sehen lassen, viele Waldbesitzer brachten eine Naturalspende in Form von Baumstämmen ein, doch ein geeigneter Standort für ein Sportheim war nicht zu finden. Es blieb nichts anderes übrig, als das Holz zu verkaufen und den Erlös auf einem Sonderkonto anzulegen. Zwei Jahre später konnte von einer Augsburger Firma günstig eine gebrauchte Baracke, die zu einem Sportheim umfunktioniert werden sollte, erworben werden. Nachdem wiederum das Standortproblem nicht zu lösen war, wurde lediglich ein kleiner Teil als Geräteschuppen und Verkaufsraum im südlichen Bereich des heutigen Trainingsplatzes aufgebaut. Der Rest musste wieder verkauft werden.

Das Projekt "Sportheimneubau" rückte in immer weitere Ferne. Die Verantwortlichen des TSV Langenhaslach hatte zwischenzeitlich andere Probleme zu lösen: die Suche nach einem geeigneten Sportgelände wurde vorrangig. Bereits bei der Planung des neuen Sportplatzes (Bauzeit 1989-1990) wurde an der Nordwestseite des Geländes der Standort für ein Sportheim als Bauabschnitt II festgelegt. Noch vor der Einweihung des Sportplatzes wurde im Frühjahr 1990 mit der konkreten Planung für den Sportheimneubau begonnen. Hierzu konnte das Architekturbüro Anton Rudolph aus Ingolstadt gewonnen werden. Für die Statik zeichnete sich das Ingenieurbüro Schuster und Hartinger aus Edelstetten verantwortlich. Sowohl Anton Rudolph, der als gebürtiger Langenhaslacher auch viele Jahre bei unserem Verein in den Jugendmannschaften aktiv war, als auch Herr Schuster stellten ihre Planungsarbeiten dem Verein kostenlos zur Verfügung.

Am 01.09.1990 wurde dann bereits eine Bauvoranfrage gestellt, die vom Landratsamt Günzburg positiv beschieden wurde. In mehreren Besprechungen zwischen dem Architekten und der Vorstandschaft erfolgte die Detailplanung, so dass am 16.08.1991 der Bauantrag eingereicht werden konnte. Mit Bescheid vom 27.09.1991 wurde das Bauvorhaben vom Landratsamt Günzburg genehmigt. Nach der definitiven Klärung der Finanzierung wurde der Baubeginn auf Herbst 1993 festgelegt. Die Bauleitung legte man in die Hände des bereits beim Sportplatzbau bewährten Dreiergespanns Anton Greiner, Ernst Michalka und Franz Schnatterer. Später erwies sich als sinnvoll, Entscheidungen, die bisher von der gesamten Vorstandschaft getroffen wurden und daher entsprechende Zeit in Anspruch nahmen, an einen Bauausschuss zu delegieren. In diesen Ausschuss wurden zusätzlich zur Bauleitung der erste und zweite Vorstand Michael Paulheim und Angela Jeckle berufen.

Im Sommer 1993 erstellte unsere Bauleitung die Ausschreibungen für die Baumaterialien. Anfang September erfolgte die Submission. Am 10.09.1993 war es dann soweit: die Aushubarbeiten begannen. Da sämtliche Arbeiten in Eigenleistung ausgeführt wurden, konzentrierte sich der Arbeitseinsatz vor allem auf Freitagnachmittag und Samstag. Im Beisein von Bürgermeister Martin Fischer, Vertretern des Marktrates und zahlreichen Vereinsmitgliedern nahm Staatssekretär Alfred Sauter am 30.09.1993 die Grundsteinlegung vor.

Die milde Witterung des Winters 1993/94 und der Einsatz der vielen freiwilligen Helfer machten es möglich: Am 18.03.1994 konnte Zimmermeister Ernst Michalka den Dachstuhl aufrichten. Als größter Sponsor beim gesamten Sportheimbau erwies sich die Fima Michalka. Der TSV Langenhaslach lieferte lediglich das erforderliche Bauholz. Das Sägen und die kompletten Zimmerarbeiten wurden von der Zimmerei Ernst Michalka kostenlos ausgeführt. Danach gingen die Arbeiten zügig weiter (Dachverschalung, Eindeckung). Am 30.04.1994 fand im Rohbau ein zünftiges Richtfest statt. Dank einiger Sponsoren dauerte dieses Fest bis in die frühen Morgenstunden.

Um die Zwischenfinanzierung zu reduzieren, wollte man ursprünglich bis zum Eingang weiterer Teilzuschüsse mit dem Innenausbau etwas langsamer vorangehen. Doch plötzlich war man unter Termindruck: Die langjährigen Wirtsleute des Vereinslokales "Hirsch", Annelies und Johann Mayer, kündigten an, dass sie aus privaten Gründen die Wirtschaft nicht weiterführen könnten. ob und inwieweit die Brauerei einen geeigneten Nachfolger finden würde, stand in den Sternen. Die Aufrechterhaltung eines geordneten Spiel- und Trainingsbetriebes war gefährdet.

Deshalb wurde mit Hochdruck am Ausbau des Kellergeschosses weitergearbeitet, um möglichst bald die Umkleidekabinen und sanitären Anlagen nutzen zu können. Nach Beendigung der Fußballwinterpause konnten diese Räumlichkeiten im Februar 1995 erstmals genutzt werden. Gaststätte und Küche wurden im April fertiggestellt. Kurze Zeit später wurde der Wirtschaftsbetrieb eröffnet. Nachdem im Oktober die Arbeiten für den Gymnastikraum abgeschlossen wurden, war der Innenausbau bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen. Das Anbringen des Außenputzes und das Anlegen der Außenanlagen war dann bis Ende Januar 1996 weitestgehend geschafft.
Bis zur Fertigstellung wurden 250 Maschinenstunden (LKW, Traktor, etc.) und 11.000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet.



Die Sportheim-Gaststätte empfiehlt sich für Familien-, Vereins- und Betriebsfeiern aller Art für bis zu 70 Personen.

Öffnungszeiten:

Dienstag 21:00 - 01:00 Uhr
Freitag 20:00 - 01:00 Uhr
Sonntag (Heimspiel) 12:30 - 01:00 Uhr
Sonntag (Auswärtsspiel) 17:30 - 01:00 Uhr
Andere Termine nach Vereinbarung.

Reservierungen können vorgenommen werden im Sportheim unter Tel.: 08283/2552 oder bei Elvira Michalka unter Tel.: 08283/1098.